Online-Whiteboard für den Unterricht: Tools im Vergleich
Beim Online-Whiteboard für den Unterricht entscheidet eine einzige Frage: Schreiben nur Sie, oder auch die Klasse? Für Lehrervortrag genügt eine kostenlose Fläche wie Excalidraw oder FigJam. Für ein eigenes Board pro Kind, das Sie live mitlesen, deckt Whiteboard.fi gratis 20 Lernende ab, in bezahlten Tarifen bis zu 100.
Diese Unterscheidung wiegt schwerer als jede Funktionsliste. Werkzeuge mit einer einzigen großen Arbeitsfläche — der Klebezettel-Typ aus Designteams — helfen nicht weiter, wenn Sie sehen wollen, wer die Gleichung richtig gelöst hat. Werkzeuge mit Einzelboards wiederum wirken eng, sobald Sie eine gemeinsame Denkfläche brauchen.
Hinzu kommt: Der Markt hat Lehrkräften zweimal in zwei Jahren den Boden entzogen. Google hat Jamboard zum 31. Dezember 2024 abgeschaltet, nach der Umstellung auf Nur-Lesen im Oktober wurden die verbliebenen Jams gelöscht. Und Microsoft setzt für private Microsoft-Konten den 22. August 2026 als Stichtag: Ab dann lassen sich keine Whiteboards mehr anlegen oder bearbeiten, Ansicht und Export enden am 5. September 2026, nicht migrierte Inhalte können danach gelöscht werden. Geschäfts- und Schulkonten bleiben davon unberührt.
Inhaltsverzeichnis
- Der Whiteboard-Markt 2026: zwei Abschaltungen
- Vier Fragen, die Ihre Entscheidung bestimmen
- Online-Whiteboards für den Unterricht im Vergleich
- Die Tools im Detail
- Das Whiteboard im laufenden Unterricht einsetzen
- Stift, Tablet und Touch: was sich wie Schreiben anfühlt
- DSGVO und Serverstandort im Schulalltag
- Fallstricke in den kostenlosen Tarifen
- Welches Whiteboard zu Ihrem Unterricht passt
Der Whiteboard-Markt 2026: zwei Abschaltungen
Beide Abschaltungen trafen ausgerechnet die Tools, zu denen Lehrkräfte automatisch gegriffen haben — kostenlos waren sie, weil sie an einem ohnehin vorhandenen Konto hingen. Was nachgerückt ist, ist ein Markt aus Spezialisten: unendliche Arbeitsflächen, Klassensätze aus Einzelboards, Aufnahme-Whiteboards für erklärende Videos und Anbieter mit europäischem Hosting.
Der Bedarf ist da. Das Deutsche Schulbarometer 2026 der Robert Bosch Stiftung zeigt, dass 61 Prozent der Lehrkräfte regelmäßig digitale Angebote im Unterricht einsetzen und sich 69 Prozent im Umgang mit digitalen Medien kompetent fühlen — aber nur 51 Prozent sich für diese Aufgabe vorbereitet sehen. Genau in diese Lücke fällt die Werkzeugwahl: Ein Whiteboard, das ohne Schulung und ohne Schülerkonten funktioniert, wird benutzt. Eines mit Onboarding-Aufwand bleibt liegen.
Vier Fragen, die Ihre Entscheidung bestimmen
1. Braucht jedes Kind ein eigenes Board? Wenn Sie sehen wollen, wer verstanden hat, brauchen Sie Einzelboards mit Lehrer-Übersicht. Das können nur wenige Tools, und diese Frage sortiert die Liste sofort.
2. Wo liegt die Grenze im Gratis-Tarif? Kostenlose Tarife begrenzen eines von drei Dingen: die Zahl bearbeitbarer Boards, die Zahl gleichzeitiger Teilnehmender oder die Zahl der Objekte auf einem Board. Prüfen Sie, welche Grenze bei Ihrer Unterrichtsform greift.
3. Kommen Lernende ohne Konto hinein? Jedes Pflichtkonto kostet Unterrichtszeit mal Klassenstärke — und löst im Schulkontext eine datenschutzrechtliche Prüfung aus.
4. Wo liegen die Daten? An öffentlichen Schulen ist das keine Geschmacksfrage. Serverstandort, Auftragsverarbeitungsvertrag und die Frage, ob Schülerarbeiten die EU verlassen, entscheiden vorab über die Zulässigkeit.
Online-Whiteboards für den Unterricht im Vergleich
Die Preise sind die von den Anbietern veröffentlichten Listenpreise (Stand Juli 2026); Bildungsprogramme setzen sie häufig außer Kraft.
| Tool | Grenze im Gratis-Tarif | Beteiligung der Lernenden | Stift und Tablet | Kostenpflichtig ab |
|---|---|---|---|---|
| Whiteboard.fi | 20 Lernende pro Sitzung (10 ohne Konto) | Jedes Kind bekommt ein eigenes Board, die Lehrkraft sieht alle live | Stift, Touch oder Maus im Browser | Bezahltarife heben die Grenze auf 30, 40 und 100 Lernende |
| FigJam | Für verifizierte Lehrkräfte und Lernende kostenlos | Eine gemeinsame Fläche, viele Cursor, Kommentare und Timer | Stark auf iPad und stiftfähigen Notebooks | Mit Bildungsverifizierung kostenlos |
| Miro | 3 bearbeitbare Boards, unbegrenzte Mitglieder | Eine gemeinsame unendliche Fläche | Tablet-Apps mit Stift und Touch | 8 $/Mitglied/Monat im Jahresabo; Bildungsplan mit unbegrenzten Boards und bis zu 100 Plätzen |
| Mural | 3 gleichzeitig bearbeitbare Murals, unbegrenzt Zuschauende | Gemeinsame Fläche mit Moderationswerkzeugen | Tablet-Apps | 9,99 $/Mitglied/Monat im Jahresabo (12 $ monatlich) |
| Excalidraw | Kostenlos, unbegrenzte Zeichnungen, Einladung per Link | Gemeinsames Board ohne Schülerkonto | Skizzenhafte Anmutung, gut mit jedem Stift | Excalidraw+ 6 $/Nutzer/Monat; mit Bildungs-Mail 4 $ monatlich oder 36 $ jährlich |
| Canva Whiteboards | Gratis-Tarif mit Whiteboard-Vorlagen | Gemeinsames Board plus große Vorlagenbibliothek | Tablet- und stiftfreundlich | Für verifizierte Lehrkräfte über Canva for Education kostenlos |
| Explain Everything | 3 Projekte, 1 Folie, 1 Minute Aufnahme, 500 MB | Auf aufgezeichnete Erklärungen ausgelegt, nicht auf Klassensätze | Für iPad und Stift entwickelt | 6,99 $ monatlich oder 99,99 $ jährlich |
| Conceptboard | 3 aktive Boards, 100 Objekte pro Board, 250 MB | Gemeinsame Fläche mit temporärem Gastzugang | Stift und Touch im Browser | 5 €/Nutzer/Monat; Hosting in Deutschland |
| Collaboard | 3 Boards, maximal 5 Teilnehmende | Gäste bearbeiten in Bezahltarifen ohne Login | Stift und Touch im Browser | 5 €/Nutzer/Monat für bis zu 50 Teilnehmende |
| Whiteboards in Videokonferenz-Tools (z. B. Zoom Whiteboard) | 3 bearbeitbare Whiteboards im Gratis-Tarif | Direkt im Meeting, kein zweiter Tab | Stift und Touch, soweit der Client es unterstützt | Unbegrenzt in höheren Business-Tarifen |
Die Tools im Detail
Whiteboard.fi: als Einziges für Klassensätze gebaut
Whiteboard.fi macht das, was die anderen nicht können: Jedes Kind erhält ein eigenes Board, und die Lehrkraft sieht alle Boards gleichzeitig in Echtzeit. Sie öffnen einen Raum, die Klasse tritt per Code bei, und Sie beobachten, wie sich dreißig kleine Flächen füllen. Die Support-Dokumentation nennt als Grenzen 10 Lernende ohne Konto, 20 mit kostenlosem Lehrerkonto, 30 im Tarif Lite, 40 im Tarif Pro und 100 im Tarif Premium. Das Tool gehört seit einer Übernahme im Jahr 2021 zu Kahoot, die Basisversion ist weiterhin kostenlos.
Setzen Sie es für formative Prüfung ein — rechne das, skizziere das, beschrifte das — nicht als gemeinsame Ideenwand.
FigJam: die beste kostenlose Fläche mit Bildungsverifizierung
FigJam ist eine schnelle, angenehme unendliche Fläche mit Haftnotizen, Formen, Verbindern, Stempeln und Timern. Das Bildungsprogramm von Figma stellt Figma Design, FigJam und Dev Mode für verifizierte Lehrkräfte und Lernende kostenlos bereit. Damit wird ein kostenpflichtiges Produkt zur stärksten Gratis-Option dieser Liste. Die Verifizierung läuft über die schulische E-Mail-Adresse, planen Sie also einige Tage vor Schuljahresbeginn ein.
Miro und Mural: stark, aber für Teams kalkuliert
Beide sind hervorragende unendliche Flächen, und beide deckeln den Gratis-Tarif bei drei bearbeitbaren Boards. Miro zählt Boards, Mural hält drei Murals gleichzeitig bearbeitbar, ältere bleiben lesbar. Interessant ist Miros Bildungsplan: Verifizierte Einrichtungen erhalten unbegrenzte Boards, bis zu 100 Plätze und unbegrenzte Gast-Bearbeitende — die Verifizierung läuft allerdings institutionell und nicht in fünf Minuten.
Für Projektarbeit über mehrere Wochen lohnt der Aufwand. Für die Mathestunde am Dienstag ist er zu groß.
Excalidraw: der kürzeste Weg von der Idee zur Zeichnung
Excalidraw ist kostenlos, öffnet sofort, verlangt keine Anmeldung, und der handgezeichnete Stil lenkt die Aufmerksamkeit auf die Sache statt auf die Formatierung. Sie teilen einen Link zur gemeinsamen Bearbeitung, exportieren als PNG, SVG oder JSON und vergessen Board-Kontingente komplett. Excalidraw+ ergänzt Cloud-Arbeitsbereiche, Präsentationsrahmen sowie PDF- und PPTX-Export für 6 $ pro Nutzer und Monat, mit Bildungs-Mail für 4 $ monatlich.
Zum Erklären während des Sprechens ist das die reibungsärmste Option der Kategorie.
Canva Whiteboards: wenn Ihr Material ohnehin visuell ist
Canvas Whiteboards bringen die Vorlagenbibliothek mit. Das zählt, wenn Sie einen fertigen Zeitstrahl, eine Mindmap oder einen Advance Organizer wollen statt einer leeren Fläche. Canva for Education gibt verifizierten Lehrkräften die Premium-Funktionen kostenlos und erlaubt es, Lernende über eine Klasse einzubinden. Von allen hier ist es am wenigsten Whiteboard und am meisten Unterrichtsmaterial.
Explain Everything: für aufgezeichnete Erklärungen
Explain Everything ist ein Whiteboard mit angeschlossenem Rekorder: Sie zeichnen, sprechen dazu und erhalten ein kurzes Video zum Wiederansehen. Der Gratis-Tarif ist bewusst schmal — drei Projekte, eine Folie, eine Minute Aufnahme — der Vollzugang kostet 6,99 $ monatlich oder 99,99 $ jährlich. Die richtige Wahl, wenn Flipped-Classroom-Videos das Ziel sind.
Conceptboard und Collaboard: wenn der Serverstandort zählt
Conceptboard kommt aus Deutschland und hostet standardmäßig in Deutschland, optional bei IONOS oder StackIT gegen Aufpreis; das Unternehmen weist ISO 27001, 27017 und 27018 aus. Der Gratis-Tarif erlaubt drei aktive Boards mit je 100 Objekten und 250 MB Speicher. Collaboard begrenzt die kostenlose Nutzung auf drei Boards und fünf Teilnehmende, bietet in höheren Tarifen aber europäische Hosting-Optionen inklusive Deutschland. Beide sind nicht die verspieltesten Flächen — sie beantworten dafür die Frage, die Ihre Datenschutzbeauftragung zuerst stellt.
Whiteboards im Meeting selbst
Die meisten Videokonferenz-Tools bringen inzwischen ein eigenes Whiteboard mit, im Gratis-Tarif üblicherweise drei bearbeitbare Boards. Der Vorteil ist echt: kein zweiter Tab, kein Beitrittscode, keine verlorene Klasse. Die Grenzen ebenso: Das Board lebt im Ökosystem des Anbieters, funktional liegt es hinter spezialisierten Tools, und wer später weiterarbeiten will, braucht ein Konto auf derselben Plattform.
Das Whiteboard im laufenden Unterricht einsetzen
Die Toolwahl ist die leichtere Hälfte. Was in den ersten fünf Minuten scheitert, ist das Setup, in dem Zeichnen und Konferenzsteuerung auf einem einzigen Bildschirm zusammenfallen.
Teilen Sie den Whiteboard-Tab, nicht den ganzen Desktop. Ein einzelner Browser-Tab hält Postfach, Klassenliste und Unterrichtsplanung aus dem Bild und braucht weniger Bandbreite als eine Vollbildfreigabe. Wie das je Gerät funktioniert, zeigt unsere Anleitung zum Bildschirm teilen.
Nutzen Sie zwei Geräte, wenn möglich. Tablet zum Schreiben, Notebook für die Konferenz. So bleibt die Stifteingabe dort, wo sie sich natürlich anfühlt, und die Gesichter der Lernenden im Blick.
Einzelboards nur dort, wo Sie Belege brauchen. Sie sind wirkungsvoll, aber langsam. Erklären Sie auf einer gemeinsamen Fläche, wechseln Sie zur Überprüfung auf Einzelboards und danach wieder zurück.
Denken Sie an die Sprachebene. In mehrsprachigen Klassen ist das Whiteboard der einfache Teil, der gesprochene Kommentar dazu nicht. Meeyra führt den Unterricht im Browser durch und übersetzt live in 42+ Sprachen: Sie erklären in Ihrer Sprache, jedes Kind liest die Untertitel in seiner. Bildschirmfreigabe, Live-Transkript und Beitritt per Link gehören dazu, eine Installation für Lernende oder Eltern nicht. Das Whiteboard bleibt das Tool Ihrer Wahl — die Meeting-Ebene sorgt dafür, dass nicht die Sprache entscheidet, wer mitkommt.
Exportieren Sie am Ende der Stunde. Boards verschwinden schneller, als man denkt. Ein PNG oder PDF, noch während die Stunde läuft, ins Klassenportal geladen, erspart die Rekonstruktion.
Stift, Tablet und Touch: was sich wie Schreiben anfühlt
Ob ein Whiteboard dauerhaft genutzt oder nach einer Woche liegen gelassen wird, entscheidet meist die Handschriftqualität.
- iPad mit Apple Pencil bleibt die Referenz; Explain Everything, FigJam, Canva und Excalidraw kommen damit gut zurecht.
- Stiftfähige Windows-Notebooks und Convertibles funktionieren mit allem, was im Browser läuft. Ziteboard ist ausdrücklich auf Stift- und Touch-Eingabe optimiert und kostet im Pro-Tarif 9 $ monatlich, im Jahresabo 7,08 $ pro Monat.
- Grafiktabletts ohne eigenes Display sind die günstigste Lösung für einen Desktop-Arbeitsplatz; die Eingewöhnung dauert etwa eine Woche.
- Die Maus taugt für Struktur, nicht für Mathematik. Kästen, Pfeile und Notizen gehen damit. Gleichungen, Konstruktionen und Korrekturen in Schülerarbeiten nicht.
- Digitale Tafeln im Klassenraum sind eine eigene Ebene: Sie zeigen Ihr Online-Board problemlos, für Anmerkungen auf laufenden Inhalten ist aber meist die mitgelieferte Panel-Software praktischer.
DSGVO und Serverstandort im Schulalltag
Schülerarbeiten sind personenbezogene Daten — Name, Handschrift, Leistungsstand und bei manchen Tools auch die Stimme laufen auf einem Board zusammen. Für den dienstlichen Einsatz zählen deshalb drei Punkte: Serverstandort, Auftragsverarbeitungsvertrag und die Frage, ob Lernende ohne Konto teilnehmen können.
US-basierte Flächen sind damit nicht automatisch ausgeschlossen, aber sie sind erklärungsbedürftig. Schulische Datenschutzberatungen bewerten Miro auf schulischen Geräten im Schulnetz als unkritisch, die aktive Mitarbeit von Lernenden auf Privatgeräten dagegen als riskant — wegen der Tracking- und Drittanbieter-Datenflüsse, nicht wegen der Funktionalität. Wer diese Diskussion vermeiden will, nimmt Anbieter mit deutschem Hosting oder Tools, die ganz ohne Schülerkonten auskommen.
Praktisch bewährt hat sich diese Reihenfolge: erst prüfen, ob das Tool ohne Anmeldung der Lernenden funktioniert, dann den Serverstandort klären, dann den Auftragsverarbeitungsvertrag anfordern — und Boards nach der Stunde exportieren und löschen, statt sie ein Schuljahr lang liegen zu lassen.
Fallstricke in den kostenlosen Tarifen
- Board-Limits bedeuten nicht überall dasselbe. "3 bearbeitbare Boards" heißt mal drei insgesamt, mal drei gleichzeitig, während der Rest schreibgeschützt wird.
- Sitzungsgrenzen sind keine Teilnehmergrenzen. Manche Tools erlauben unbegrenzt Zuschauende, aber nur wenige gleichzeitig Schreibende.
- Räume laufen ab. In klassenorientierten Tools sind kostenlose Räume oft temporär; der im September verteilte Link ist im Oktober womöglich tot.
- Schülerkonten erzeugen Pflichten. Alles, was eine Anmeldung der Lernenden verlangt, braucht in deutschen Schulen eine datenschutzrechtliche Freigabe.
- Export ist die eigentliche Versicherung. Beide großen Abschaltungen der letzten zwei Jahre endeten mit einer Löschfrist.
- Bildungsverifizierung dauert. Die Gratis-für-Lehrkräfte-Programme von Figma, Canva und Miro laufen über institutionelle Prüfungen, die Tage bis Wochen brauchen.
Welches Whiteboard zu Ihrem Unterricht passt
Wenn Sie Schülerarbeiten in Echtzeit sehen müssen, ist Whiteboard.fi das einzige Tool dieser Liste, das dafür gebaut wurde, und der Gratis-Tarif reicht für eine Klasse von zwanzig. Wenn Sie eine starke gemeinsame Fläche wollen und sich als Lehrkraft verifizieren können, ist FigJam die beste kostenlose Wahl. Wenn Sie in drei Sekunden loszeichnen wollen, nehmen Sie Excalidraw. Wenn Datenschutzfreigaben den Ausschlag geben, beginnen Sie bei Conceptboard oder Collaboard mit europäischem Hosting. Und wenn Ihr Unterricht vorlagen- und bildlastig ist, liefert Canva mehr als ein reines Whiteboard.
Einen Überblick über die Werkzeuge rundherum gibt unsere Liste digitaler Tools für den Unterricht; die Ebene darunter — also die Plattform, auf der die Stunde läuft — vergleichen wir im Beitrag zum virtuellen Klassenzimmer.
Welche Fläche Sie auch wählen: Die Stunde läuft weiterhin über die Videokonferenz. Wenn in Ihrer Klasse mehr als eine Sprache gesprochen wird, starten Sie kostenlos mit Meeyra — die Live-Übersetzung trägt die Erklärung, das Whiteboard die Mathematik.
Häufig gestellte Fragen
Welches kostenlose Online-Whiteboard eignet sich am besten für den Unterricht?
Für Einzelboards pro Kind unterstützt das kostenlose Lehrerkonto von Whiteboard.fi 20 Lernende pro Sitzung und zeigt der Lehrkraft alle Boards live. Für eine gemeinsame Fläche ist FigJam für verifizierte Lehrkräfte kostenlos, Excalidraw sogar ganz ohne Konto.
Was ersetzt Google Jamboard im Unterricht?
Google hat keinen direkten Nachfolger veröffentlicht, sondern Whiteboards von Drittanbietern in Workspace eingebunden. In Schulen haben sich vor allem FigJam für gemeinsame Flächen und Whiteboard.fi für Einzelboards durchgesetzt, dazu Excalidraw und Canva als kostenlose Alternativen.
Ist Microsoft Whiteboard 2026 noch kostenlos?
Für private Microsoft-Konten nicht mehr. Ab dem 22. August 2026 lassen sich damit keine Whiteboards mehr erstellen oder bearbeiten, Ansicht und Export enden am 5. September 2026, nicht migrierte Inhalte können gelöscht werden. Microsoft-365-Geschäfts- und Schulkonten sind nicht betroffen.
Wie viele Lernende passen in ein kostenloses Online-Whiteboard?
Das hängt vom Tool ab. Whiteboard.fi erlaubt 10 Lernende ohne Konto und 20 mit kostenlosem Lehrerkonto, Collaboard im Gratis-Tarif 5 Teilnehmende. Flächen wie Miro und Mural erlauben unbegrenzt Mitglieder, aber nur drei bearbeitbare Boards.
Welches Online-Whiteboard ist DSGVO-konform für Schulen?
Conceptboard hostet in Deutschland und weist ISO 27001, 27017 und 27018 aus; Collaboard bietet in höheren Tarifen europäische Standorte inklusive Deutschland. Entscheidend sind neben dem Serverstandort der Auftragsverarbeitungsvertrag und die Frage, ob Lernende ohne Konto teilnehmen können.
Brauche ich einen Stift für den Unterricht mit einem Online-Whiteboard?
Für Text, Formen und Notizen nicht. Sobald Handschrift, Gleichungen, Konstruktionen oder Korrekturen in Schülerarbeiten dazukommen, macht ein stiftfähiges Tablet oder ein Grafiktablett den Unterschied zwischen lesbarem und unleserlichem Tafelbild.
Kann ich ein Online-Whiteboard während der Bildschirmfreigabe nutzen?
Ja, und die saubere Variante ist die Freigabe eines einzelnen Browser-Tabs statt des gesamten Desktops. Viele Lehrkräfte zeichnen auf dem Tablet und führen die Konferenz über das Notebook, damit Stifteingabe und Teilnehmerbilder auf getrennten Geräten liegen.